Metall-Azubis verdienen 25 Prozent über Durchschnitt

Hamburg, 05.01.12 - Top-Ausbildungsvergütungen in der M+E-Industrie

Auszubildende in der norddeutschen Metall- und Elektro-Industrie verdienten auch 2011 deutlich besser als in vielen anderen Branchen. Über alle  Lehrjahre betrachtet erhielten sie 877 Euro im Monat und damit 25 Prozent mehr als der Durchschnitt aller  Azubis in Deutschland – dies waren laut der aktuellen Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung 700 Euro. 

In Betrieben, die den Nordmetall-Tarifvertrag anwenden, bekommen die Nachwuchskräfte schon im ersten Lehrjahr 840 Euro brutto monatlich. Die Vergütung steigt dann auf 915 Euro im letzten Lehrjahr. Gegenüber 2010 sind die Ausbildungsvergütungen um 2,7 Prozent gestiegen. 

Aber es geht nicht nur ums Geld. Auch die Qualität der M+E-Ausbildung stimmt und wird sogar vom  Deutschen Gewerkschaftsbund bestätigt. In der Qualitätsrangliste des aktuellen DGB-Ausbildungsreports, die auf der Basis von Azubi-Bewertungen zusammengestellt wird, belegen die Berufe Industriemechaniker, Mechatroniker und Elektroniker die Plätze Zwei, Drei und Fünf. 

Nordmetall-Ausbildungsexperte Hans-Günter Trepte kritisiert daher die aktuelle Kampagne der IG Metall: „Ich weiß nicht, von welcher Branche die IG Metall redet, wenn sie ständig über schlechte Perspektiven für junge Menschen schwadroniert. Die Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie kann sie nicht meinen.“ Die Gewerkschaft solle den Jugendlichen keine Angst vor der Zukunft machen, sondern den Nachwuchs für die Berufe begeistern und sich um die Schwächeren kümmern: „Nordmetall tut das längst mit seinem Programm Nordchance, mit dem wir Bewerbern mit schlechteren Voraussetzungen Brücken in die Betriebe bauen“, so Trepte.

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Peter Haas, Pressesprecher