Die Anfragen nach Schichtmodellen kommen immer recht plötzlich: Ein Personalleiter ruft an und braucht möglichst zum nächsten Monat eine unterschriebene Betriebsvereinbarung zur Schichtarbeit. Es naht eine zusätzliche Welle von Aufträgen, die mit der bestehenden Betriebszeit nicht erfüllt werden kann. Es stellt sich die Frage, wie viel Personal eingestellt werden muss und nach welchem Schichtplan gearbeitet werden soll. Auch muss geklärt werden, welche gesetzlichen und tariflichen Bestimmungen wie z.B. maximal zulässige Arbeitszeiten oder erforderliche Pausenzeiten beachtet werden müssen.
Folgende arbeitswissenschaftlichen Kriterien sollten beispielsweise bei der Einführung eines neuen Schichtmodells beachtet werden:
NORDMETALL verfügt über viele Erfahrungen in der Ausarbeitung von Schichtplänen und betrieblichen Regelungen. Speziell die Einführung von Samstagsarbeit stellt besondere Anforderungen an die Schichtplanung, weil Mitarbeiter oftmals ein langes Wochenende wünschen und Freizeit mitarbeitergerecht geplant werden muss. Je nach betrieblicher Situation werden geeignete Schichtpläne (15, 17, 18 oder 21 Schichten) per Computer entwickelt, direkt am Bildschirm diskutiert und ausgedruckt. Sind spezielle Regelungen oder Betriebsvereinbarungen erforderlich, so fertigt NORDMETALL entsprechende Entwürfe an.
Ein von der Europäischen Union gefördertes Projekt "Motivationsstrategien zur Umsetzung flexibler Arbeitszeitmodelle" hatte die Einführung einer flexiblen Arbeitsweise in den Betrieben zum Ziel. Projektpartner NORDMETALLS waren das Bildungswerk der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. sowie das Berufsfortbildungswerk GmbH. An dem Projekt nahmen 16 kleine und mittelständische Betriebe teil. Die Erfahrungen wurden zum Abschluss der Projektaktivitäten in einem Buch zusammengefasst:
"Zeit für die Zukunft"
von Armin Bossemeyer, Michael Beecken u. a.,
W. Bertelsmann Verlag, Bielefeld 2000
ISBN 3-7639-0138-8.